Theaterkompass.de Logo

Wir müssen über das Sterben sprechen

in Deutsches Theater Göttingen (Hauptgebäude)
Uraufführung/Premiere am 10. Juni 2023
Sterbehilfe ist ein kontrovers diskutiertes Thema, das juristische, ethische und emotionale Fragen aufwirft. Sollte die Entscheidung, ein unheilbares Leiden zu verkürzen, nicht bei jedem Menschen selbst liegen?
© Deutsches Theater in Göttingen

Und selbst wenn wir uns darauf einigen könnten, dass man Menschen beim Sterben helfen darf, wer definiert dann, wann das Leiden groß genug ist, um sterben zu dürfen? Sind es die wuchernden Metastasen, der Verlust von Mobilität, Depression, Demenz oder Liebeskummer, die zum Sterben berechtigen und dazu, dass man sich dabei helfen lassen darf? Entscheidet allein das subjektive Empfinden oder gibt es doch objektive Kriterien?

Regisseur und Autor Wenzel Winzer erforscht in Interviews mit Personen, die sich bewusst für Sterbehilfe entschieden haben, und solchen, die sie vehement ablehnen, die unterschiedlichen Perspektiven auf das Ende des Lebens. Er spricht mit Jurist*innen, Mediziner*innen und Menschen, die im Sterben liegen und deren Angehörigen, um aus den gesammelten Stimmen einen Theatertext zu erschaffen, der unsere innere Zerrissenheit zwischen Leben und Tod und der Angst vor Leiden offenlegt.

Wenzel Winzer studierte Betriebswirtschaftslehre und Tourismus in Berlin, bevor er sich für das Theater entschied. Seit 2014 arbeitet er als Regisseur. Für das Staatstheater Nürnberg entstanden mit ihm als Autor und Regisseur die beiden Recherchestücke „Sex Arbeit“ und „Exit – Sterben für Anfänger*innen“.

Mitwirkende

Wenzel Winzer(Autor/in)
Linda Hofmann(Bühnenbild)
Linda Hofmann(Kostümbild)

Spielzeiten

Samstag, 10. Juni 2023 (Premiere / Uraufführung)

Teile den Beitrag auf

Background image of the page