Der Geist offenbart ihm, dass er nicht an einem Schlangenbiss gestorben ist, wie es offiziell heißt, sondern vergiftet wurde, und zwar von Claudius. Er bittet Hamlet, diesen Mord zu rächen. Hamlet glaubt eigentlich nicht an Gespenster. Was also tun? Er zögert seinen Racheakt immer wieder hinaus. Bis es fast zu spät ist.
Shakespeares »Hamlet«, eines der berühmtesten Theaterstücke überhaupt, ist eine geniale Mischung aus tiefsinnigem Gedankendrama und reißerischer Rachetragödie. Acht Tote.
Regisseur und Intendant Holger Schultze, der zuletzt Hoffmanns »Der goldene Topf« auf die Bühne brachte, stellt in seinem »Hamlet« den viel diskutierten freudschen Generationenkonflikt der Figuren in den Hintergrund und legt stattdessen einen starken Fokus auf die Vorkriegsstimmung eines ehemals mächtigen Reiches. Das Bühnen- und Kostümbild-Duo Lorena Díaz Stephens und Jan Hendrik Neidert versetzt Shakespeares dänisches Königshaus dafür in ein Bühnenbild, das an eine in die Jahre gekommene U-Bahnstation, einen Schutzraum, erinnert. Komplettiert wird ihr naturalistisches Bühnenbild durch heutige Kostüme.


