Auch Mrs Donnithorne ist allein mit ihrem Kummer. Die Hochzeitstorte ist längst verdorben, verrottet und zu Staub zerfallen. Doch Miss Donnithorne trägt ihr Brautkleid noch immer. Seit ihr Verlobter sie am Tag der Hochzeit sitzen ließ, hat sie das Haus nicht mehr verlassen und gibt sich ihren Erinnerungen und immer bizarreren Fantasien hin.
Mit Eight Songs for a Mad King und Miss Donnithorne’s Maggot hat Peter Maxwell Davies zwei klingende Portraits des Wahnsinns geschaffen.
Der britische Komponist spannt darin den Bogen von betörenden Kantilenen und Anklängen an die Salonmusik des 18. Jahrhunderts bis hin zu grellem Redeschwall und bewusst gesetzten Dissonanzen. So folgt er den beiden Figuren, die auf historische Persönlichkeiten zurückgehen, in ihre Erinnerungen an die Normalität und fühlt sich ein in ihre Träumereien, Beschwörungen und exzentrischen Ausbrüche.


