Theaterkompass.de Logo

Prima Facie

in Großes Haus
Uraufführung/Premiere am 07. Oktober 2023
Trotz Bestnoten und einem ausgezeichneten Abschluss werden viele Studierende der Top Law School ihr Studium nicht abschließen. Tessa hat es geschafft und wird zur erfolgreichen Strafverteidigerin, die mit Stolz ihre Rosshaarperücke trägt.
© Thomas Aurin

Wie alle Strafrechtsanwälte glaubt Tessa an das Gesetz, an das System und an die Unschuldsvermutung, die für sie keine Floskel ist, sondern das Fundament einer zivilisierten Gesellschaft. Deshalb verteidigt auch sie die Angeklagten, sucht nach Lücken in der Anklage und prüft akribisch die Aussagen von Opfern und Zeugen. Und Tessa ist eine der Besten in ihrem Job.

Ob Drogenprozesse, Korruptionsvorwürfe oder sexuelle Übergriffe: Tessa geht es um die juristische Wahrheit und den Beweis, mithilfe dessen ihre Angeklagten vor dem Gesetz für „unschuldig“ erklärt werden. Im Kreuzverhör spielen Sympathien keine Rolle, jede und jeder muss sich den scharfen Fragen der Anwältin stellen, auch Opfer vermeintlicher sexueller Übergriffe, deren Aussagen vor Gericht analysiert und auseinandergenommen werden. Bis zu dem Tag, an dem etwas passiert, was Tessa nie für möglich gehalten hätte: Ihr Kollege, mit dem sie eine Affäre hat, wird nach einem Date sexuell übergriffig. Während ihr Leben vor ihren Augen zusammenbricht, wird Tessa von der Strafverteidigerin zur Anklägerin und erlebt die Vorgänge im Gerichtssaal von der anderen Seite.

„Prima facie“ ist ein juristischer Terminus, der auf Deutsch Anscheinsbeweis heißt und so viel bedeutet wie „bis auf Widerruf“ oder „solange sich keine neuen Evidenzen einstellen“. Kann das System, an das Tessa so sehr geglaubt hat, sie schützen – oder lässt es sie am Ende im Stich?

Der preisgekrönte Monolog der australischen Autorin Suzie Miller wurde 2019 in Sidney uraufgeführt und hat bereits erfolgreich im Londoner Westend und jüngst am Broadway Premiere gefeiert.

Inhaltshinweis: Wir weisen darauf hin, dass dieses Theaterstück auch sexualisierte Gewalt, Vergewaltigung und Traumabewältigung thematisiert.

Aus dem Englischen von Anne Rabe

Regie András Dömötör, Bühne und Kostüme Moïra Gilliéron, Musik Tamás Matkó, Dramaturgie Jasmin Maghames.

Mitwirkende

Suzie Miller(Autor/in)
Anne Rabe(Autor/in)
Elias Perrig(Bühnenbild)
Biber Gullatz(Komponist/in)
Mirjam Meuser(Dramaturgie)
Sarah Finkel(Schauspieler/in)
Suzie Miller(Autor/in)
Anna Rieser(Schauspieler/in)
Suzie Miller(Autor/in)
Anne Rabe(Autor/in)
Moïra Gilliéron(Bühnenbild)
Tamás Matkó(Komponist/in)
Jasmin Maghames(Dramaturgie)
Mercy Dorcas Otieno(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 07. Oktober 2023 (Premiere / Uraufführung)
Freitag, 13. Oktober 2023
Freitag, 27. Oktober 2023
Donnerstag, 09. November 2023
Mittwoch, 22. November 2023

Teile den Beitrag auf

Background image of the page