Währenddessen flieht der Handwerker John auf eine weit entfernte Insel und landet im Kochtopf vermeintlicher Kannibalen. Fantasie und Wirklichkeit verschwimmen wie die Zeiten, in denen sich die Figuren bewegen. In der Zukunft ist allerdings eines klar: Irgendwo ist die Menschheit falsch abgebogen, denn wir sind komplett abhängig von unseren Geräten und entwickeln uns zurück. Zum Glück gibt es das WSP, ein Institut zur Rettung der Menschheit. Bloß weiß niemand mehr so recht, wofür WSP eigentlich steht. Die Hoffnung liegt nun auf den beiden letzten intelligenten Menschen: Ein Mann namens 27, der immerhin ein Kochbuch gelesen hat, und seiner Gefährtin 42, die eine Erdnuss aus einer Karaffe holen konnte.
Der Autor Philipp Löhle nimmt in seinen Stücken nur allzu gern die Menschheit aufs Korn. Etwa in der Komödie zur Digitalisierung „Die Mitwisser“ oder seinem preisgekrönten Stück zur Globalisierung „Das Ding“, das 2012 den Publikumspreis der Mühlheimer Theatertage erhielt. Regisseur Florian Bender wurde wie der Autor 1978 geboren und kennt die alte Lebensphilosophie, dass letztlich alles wieder gut wird, aus seiner Jugend. Er versteht aber die Jugend von heute, die daran Zweifel hegt. „Warum fällt es uns so schwer, auf die bestehenden Probleme etwa durch den Klimawandel schnell zu reagieren? Das Scheitern scheint aber eine Gesetzmäßigkeit des Lebens zu sein.“ Ein Glück, dass bei drohendem Fatalismus sowohl Autor als auch Regisseur ein Händchen für die Komödie haben. „Das Stück ist temporeich und voller Rhythmuswechsel. Ich glaube, es wird ein leichter und sehr humorvoller Abend – trotz oder gerade wegen des schweren Themas.“


