Regisseurin Anna Bergmann erzählt die Geschichte der Sprösslinge verfeindeter Familien von hinten nach vorne: Die Inszenierung beginnt mit dem fünften Akt und endet mit dem ersten, während sie durch Zeiten und Jahrhunderte springt. So startet das Stück in der Renaissance, der nächste Akt spielt im Rokoko, der dritte zitiert die Kostüme der 1920er Jahre, von dort springt die Ausstattung in die 1980er Jahre und endet im Verwandlungszauber eines futuristischen, queeren venezianischen Maskenballs. Kann es, wenn man mit dem Anfang endet und die Grenzen der sich bekriegenden Welten der Geschlechter sich im Verlauf des Abends auflösen, vielleicht doch ein Happy End geben?
Deutsch von August Wilhelm von Schlegel, Frank Günther, Frank-Patrick Steckel, Marius von Mayenburg und Ulrike Syha in einer Fassung von Anna Bergmann.


