Il tabarro ist ein düsteres Ehedrama, das im Milieu der Pariser Seine-Schiffer spielt: Zwischen den Eheleuten Michele und Giorgetta steht die Trauer um ihr verstorbenes Kind, Giorgettas Affäre mit dem Arbeiter Luigi endet in einer Tragödie. Suor Angelica, die »sentimentale« Geschichte, zu der Giovacchino Forzano das Libretto schrieb, erzählt vom Leid der namensgebenden Ordensschwester, die ihre Lebenskraft aus der Erinnerung an ihren Sohn zieht – Ergebnis des »Fehltritts«, der sie an diesen Ort gebracht hat –, bis sie dieser Stütze beraubt wird. Für den komischen dritten Teil, Gianni Schicchi, baute wiederum Forzano eine kurze Episode aus Dantes Inferno aus: Um an das Erbe des reichen Florentiners Buoso Donati zu kommen, beauftragen dessen Verwandte Gianni Schicchi, dessen Platz einzunehmen und – als vermeintlich im Sterben Liegender – ein Testament zu ihren Gunsten zu diktieren.
Nach über 40 Jahren kehrt Puccinis Dreiteiler in einer Neuproduktion zurück auf die Bühne: Il tabarro, Suor Angelica und Gianni Schicchi kommen in einer Inszenierung von Tatjana Gürbaca und unter der musikalischen Leitung von Philippe Jordan zur Premiere.
Text Giuseppe Adami & Giovacchino Forzano nach Didier Gold & Dante Alighieri


