Ihr Alltag entgleitet Lise mehr und mehr. Sie glaubt Stimmen zu hören und die Gesichter geliebter Menschen erscheinen ihr zunehmend als beängstigende Fratzen. Eine Überdosis Tabletten bringt sie schließlich in die Psychiatrie. Doch ist der Wahnsinn wirklich etwas, vor dem sie sich fürchten muss oder bietet er womöglich das rettende Refugium, nach dem sie sich so sehr sehnt?
Tove Ditlevsen ist eine Meisterin der autofiktionalen Literatur. Ihr großes biografisches Werk, die Kopenhagen Trilogie, sorgte als literarische Entdeckung hierzulande für Furore. Auch in Gesichter finden sich zahlreiche Hinweise auf das Leben und Denken der Autorin selbst. Im Spannungsfeld zwischen Abhängigkeit und Autonomie ist sie eine scharfe Beobachterin menschlicher Psyche. Alice Buddeberg bringt Gesichter erstmals auf eine deutsche Bühne.


