Schließlich hatte er selbst bis vor Kurzem engen Kontakt zu einem Spion des sowjetischen Geheimdienstes namens Charlie, dem er brisante Informationen weitergab. Und dieser Charlie ist nun verschwunden … Oder ist A. etwas ganz anderes? Denn diese Person verhält sich oft seltsam unerwartet, und auch das Abteil sieht gleichzeitig vertraut und ganz anders aus als sonst …
Der britische Bestsellerautor John le Carré lieferte 1973 das Drehbuch für den deutschen Spionagefilm Endstation. Mit Nina Carolin und Martin Schwartengräber, die schauspielerisch alle Register ziehen, und dem Musiker Marcel Rudert, der das Geschehen live begleitet, spürt Regisseur Milan Pešl an diesem psychologisch dichten und spannenden Theaterabend der unter der Oberfläche des Agentenkammerspiels liegenden Grundsituation nach, in die wir alle geraten können: Ein Mensch muss sich und einem Gegenüber Rechenschaft über sein Leben ablegen. Hat er seine Ziele erreicht? Und waren es überhaupt die richtigen Ziele? Bis am Ende nur eine Wahrheit stehen kann: Dieser letzten Reise kann niemand entrinnen.
Deutsch von Hubert von Bechtolsheim und Marianne de Barde
Inszenierung: Milan Pešl
Musik: Marcel Rudert
Bühne + Kostüme: Lars Linnhoff


