Warum bin ich, wer ich bin? Weil ich mich frei entschieden habe so zu sein oder weil die Gesellschaft mich zu dem gemacht hat? Bertolt Brecht beschäftigt sich in seinem Lustspiel "Mann ist Mann" mit der Frage, inwiefern unsere Identität von den Beziehungen zu unseren Mitmenschen abhängt.
Brechts Stück aus den 1920er Jahren zeigt die Verwandlung des Packers Galy Gay: ein einfacher Typ, der an eine Gruppe Soldaten gerät, die ihn gut gebrauchen können. Galy Gay wird von ihnen „wie ein Auto ummontiert“ – und lässt sich gerne ummontieren. Mit Schauspielstudierenden inszeniert Max Lindemann Brechts Stück über die Manipulierbarkeit der eigenen Identität.
In Kooperation mit der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch.