Eine Beziehung mit einem Mann auf Augenhöhe ist im Matriarchat strengstens untersagt, und so geben sich Hilde und Rudolf kurzerhand als Geschwister aus und verstecken ihr Kind im Schrank. Die Komödie kann beginnen!
Die junge Berliner Regisseurin Anna Weber widmet sich mit besonderer Leidenschaft der Operette und bringt mit Eduard Künnekes Der Tenor der Herzogin ein im Kern aktuelles Werk auf die Bühne. Darin stecken Fragen wie: Sind Beruf und Familie vereinbar? Wie weit muss ich mich selbst verraten, um im Leben voranzukommen? Gemeinsam mit Bühnenbildnerin Stella Lennert und Kostümbildnerin Christina Geiger begreift sie mit unkonventionell frischem Blick das Herzogtum der Ernestine als ein autokratisches Matriarchat, das die Mechanismen der Gegenwart pointiert spiegelt. Mit großer Lust an der Musik, dem Humor und dem Gestus der Operette überführt das Team die Geschichte ins Hier und Jetzt. Dabei öffnet sich die Bühne in den Zuschauersaal und der Realraum wird Teil eines verrückten Spiels.
Libretto von Richard Keßler
Nach einem Lustspiel von Heinrich Ilgenstein
Mit Einlagen aus Eduard Künneke "Die große Sünderin" (Operette von Katharina Stoll und Herman Roemmer)
Musikalische Bearbeitung von Jakob Brenner
Textfassung von Anna Weber
Musikalische Leitung
Jakob Brenner
Inszenierung
Anna Weber
Bühne
Stella Lennert
Kostüme
Christina Geiger
Chor
Stefan Bilz
Chorleitung Kinder- und Extrachor
Konrad Schöbel
Dramaturgie
Christiane Holland


