Das wilde Berlin der 1920er Jahre: Der Reklameschreiber Jakob Fabian versucht, ein moralisch vertretbares Leben zu führen. Er ist ein Antiheld par excellence, mehr Beobachter als aktiver Teilnehmer seiner eigenen Existenz. Ein passabler Job, sein enger Freund Stephan Labude, die Zuneigung zur alternden Mutter und sein eigener moralischer Anspruch halten ihn zusammen und aufrecht. Auf die Zumutungen der unsteten Zeit reagiert er mit Ironie und an die Liebe glaubt er nicht – bis sie ihm auf einer ausgelassenen Party doch begegnet. Fabian beginnt, an die Zukunft zu glauben, an eine gesellschaftliche Stellung, an einen Sinn im Leben. Nur ist es leider keine gute Zeit für Hoffnungen und Ideale…
In einer rasenden Handlung lässt Erich Kästner seinen Fabian durch die «roaring twenties» taumeln, mit Freunden durch Nachtclubs und Varietés ziehen und in aufregend-verruchte Kunst- und Halbwelten geraten. Die Drehbühne von Damian Hitz adaptiert eben diese Dynamik. Der pointenreiche Roman ist eine Steilvorlage für Regisseur Max Merker, der ein Meister des physical theatre ist und zuletzt in «Kafka in Farbe» sein Händchen für absurde und tiefgründige Komik wieder einmal bewiesen hat. Hauptdarsteller Aaron Hitz arbeitet regelmässig eng mit Max Merker zusammen und hat gerade erst das Publikum als Titelheld in «Cyrano» begeistert.
Fabian
Nach dem Roman von Erich Kästner


