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Nullerjahre

Uraufführung/Premiere am 01. März 2024
Hendrik Bolz beschreibt in seinem furiosen Romandebüt „Nullerjahre“ einen doppelten Kulturschock. Seine Hauptfigur hat im Berliner Exil gelernt, von den kulturellen Codes seiner Jugend Abstand zu nehmen und erfährt, dass die Zugehörigkeit in ihrer Heimat nicht in die Studentenwelt passt, wo andere Umgangsformen für gesellschaftliche Anerkennung entscheidend sind.
© Schauspiel Leipzig

Ein Besuch bei alten Freunden in der Heimat wird ihm zum neuerlichen Kulturschock und triggert eine Erzählwut, die in der Konfrontation mit dem früheren Ich schonungslos die eigene Vergangenheit aufrollt. Wo kommt man eigentlich her — und was soll man da noch? „Nichts Nettes, nichts Schönes soll es hier geben, alles fake, alles Verarsche, ein bunt angestrichener Haufen Scheiße.“ Drogen, Gewalttätigkeit, toxische Männlichkeit, Rechtsextremismus und immense persönliche Unsicherheit prägen seine Jugend.

Bereits vor der Veröffentlichung von „Nullerjahre“ hat Hendrik Bolz den Erfahrungen der Nachwendegeneration in Ostdeutschland eine direkte und selbstbewusste Sprache verliehen: Als „Testo“ ist er Teil des Berliner Hip-Hop-Duos Zugezogen Maskulin, das mit Titeln wie „Plattenbau O.S.T.“ den Inhalt des Romans vorwegnahm.

„Nullerjahre“ wird für das Schauspielstudio Leipzig unter der Regie von Marco Damghani Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit Erfahrungen des gesellschaftlichen Wandels, des Jungseins in stürmischen Zeiten. Wie kann man sich zu dem, was Bolz erzählt, in Beziehung setzen, wie seinen eigenen Erfahrungen als junger Mensch nachspüren?

Marco Damghani, geboren 1992 in Hamburg, studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin sowie am National Institute of Dramatic Arts in Sydney. Er ist als Autor, Regisseur und Moderator tätig und beschäftigt sich mit Fragen des Politischen, den Themen (post)migrantischer Gesellschaft sowie der Verbindung von Persönlichem und Systemischem. Das gemeinsam mit Eidin Jalali erarbeitete Monologstück „Die Leiden des jungen Azzlack“ gewann 2022 den deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie „Darsteller:in Theater für junges Publikum“. „Anouk & Adofa“ wurde 2023 zu den Autor:innentheatertagen am DT Berlin eingeladen und ist weiter im Programm der Diskothek zu sehen.

Mitwirkende

Hugo Gretler(Bühnenbild)
Ragna Hemmersbach(Kostümbild)
Mandy Unger(Choreografie)
Georg Mellert(Dramaturgie)
Sebastian Elster(Lichtdesign)
Bruno Akkan(Schauspieler/in)
Louise Sophie Arnold(Schauspieler/in)
Luca-Noél Bock(Schauspieler/in)
Aicha-Maria Bracht(Schauspieler/in)
Joshua Dahmen(Schauspieler/in)
Sasha Hayes(Schauspieler/in)
Fritz Manhenke(Schauspieler/in)
Emmeline Puntsch(Schauspieler/in)
Bruno Akkan(Schauspieler/in)
Louise Sophie Arnold(Schauspieler/in)
Luca-Noél Bock(Schauspieler/in)
Aicha-Maria Bracht(Schauspieler/in)
Joshua Dahmen(Schauspieler/in)
Sasha Hayes(Schauspieler/in)
Fritz Manhenke(Schauspieler/in)
Emmeline Puntsch(Schauspieler/in)
Hugo Gretler(Bühnenbild)
Ragna Hemmersbach(Kostümbild)
Mandy Unger(Choreografie)
Georg Mellert(Dramaturgie)
Sebastian Elster(Lichtdesign)
Gabriel Arnold(Videodesign)
Heribert Weitz(Sounddesign)
Jens Glanze(Bühnentechnik)
Emily Huber(Bühnentechnik)
Maryna Ianina(Bühnentechnik)
Carolin Schmelz(Bühnentechnik)
Thomas Weinhold(Bühnentechnik)
Mattheo Fehse(Bühnentechnik)
Hannah Schlecht(Bühnentechnik)
Amelie Kahlo(Bühnentechnik)
Amelie Gohla(Bühnentechnik)

Spielzeiten

Freitag, 01. März 2024 (Premiere / Uraufführung)

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