In einem mittlerweile offensichtlich nicht mehr intakten Bad sind sie Angestellte. Sie identifizieren sich mit ihrer Arbeit und dem Standort und versuchen in tragikomischer Überforderung das Bad trotz der offensichtlichen Schräg- und Gefahrenlage am Laufen zu halten – „Das ist unser Bad!“ Es geht um die Mehrheit, die je nach Argumenten- oder Faktenlage hin- und herschwankt. Wer ist diese Mehrheit und wie deutet sie die hereinkommenden Informationen? Präsent immer die Tatsache, dass die westliche Welt hauptsächlich für die Klimaschäden verantwortlich ist, während sie die Auswirkungen bis jetzt nur geringfügig spürt.
Aber was passiert, wenn die in der Zukunft beschriebene Katastrophe dann doch vor der eigenen Haustür steht? De Muirier und Grube suchen in dem gesellschaftskritischen Drama das Komische im Umgang mit der Katastrophe. Das geschieht in der Dortmunder Fassung auch durch einen Perspektivwechsel: Wie denken die Bakterien, wie das Wasser selbst? Und während den Badangestellten das Wasser längst bis zum Halse steht, überschlagen sie sich in surrealen und slapstickartigen Verdrängungs- und Verarbeitungsstrategien. Saunaaufgüsse inklusive!


