Die Geschichte vom heiligen Toren Simplicius, erzählt von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, ist eine bewegende Erzählung über die Gräuel des 30-jährigen Krieges. Ein einfältiges Findelkind wird zum Soldaten, Forscher und Galeerensklaven, bevor es als Einsiedler in den Wald geht.
Der Komponist Karl Amadeus Hartmann nahm diesen Klassiker der deutschsprachigen Literatur als Vorlage für seine nach dem Titelhelden benannte Kammeroper. Entstanden für die Schublade im Zweiten Weltkrieg, ist dieses Werk ein Zeugnis aus der inneren Emigration, ein beeindruckendes Manifest wider die Grausamkeiten des Krieges.
Regisseurin Eva-Maria Höckmayr inszeniert Hartmanns pessimistischen Blick auf den Verlust der Zivilisation als Salto Mortale in die Abgründe der menschlichen Seele.
Bilder einer Entwicklung aus dem deutschen Schicksal nach Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen von Karl Amadeus Hartmann (Urfassung) / Idee und Szenarium von Hermann Scherchen, Text von Wolfgang Petzet und Karl Amadeus Hartmann. In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln.


