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Zertretung

Uraufführung/Premiere am 13. April 2024
Wie geht man mit einem System um, das weibliche Stimmen übertönt und degradiert? Die Inszenierung thematisiert die Wut und den Umgang mit patriarchaler Unterdrückung und stellt die Frage, ob es möglich ist, die Sprache selbst zu zerstören, ohne den eigenen Körper zu opfern.
© Björn Klein

Also dann: alles Männliche abschlachten! Doch um die patriarchale Unterdrückung endgültig zu stürzen, muss die Sprache selbst, das zentrale Instrument ihrer Machtausübung ebenfalls zerstört werden. Doch wie bringt man eigentlich die Sprache um?

Zwei Spielerinnen verlieren sich in ihrem Rausch, es entsteht ein Duell um und mit der Sprache selbst. Es folgen Sätze, die kein Ende finden, die in andere übergehen und abbrechen. Sätze, die sie hinwerfen, hinscheißen, herausreißen, herausdrücken müssen wie ein Kind. Kann es gelingen, die Sprache umzubringen, ohne den eigenen Körper, das einzige Mittel zur Ausübung der Sprache zu zerstören?

Lydia Haiders Text ist eine sprachgewaltige, ultimative Abrechnung, die sintflutartig in den Raum stürzt. Das Team um Glen Hawkins zeigt einen gewaltvollen Ausbruch, getrieben von der Sehnsucht nach einem befreiten Körper und dessen eigener Sprache. Zertretung ist eine Zusammenführung der beiden Stücke Zertretung - 1. Kreuz brechen. Also alle Arschlöcher abschlachten und Zertretung - 2. Sprache essen Abgott auf oder: Du arme Drecksfut Metzger von Lydia Haider.

Mitwirkende

Kanade Hamawaki(Bühnenbild)
Paula Lindenmann(Kostümbild)
Constantin Rinke(Sounddesign)
Michael Frank(Lichtdesign)
Amelie Hermann(Dramaturgie)
Philipp Schulze(Dramaturgie)
Saba Hosseini(Schauspieler/in)
Marie Schwanitz(Schauspieler/in)
Lydia Haider(Autor/in)
Kanade Hamawaki(Bühnenbild)
Paula Lindenmann(Kostümbild)
Saba Hosseini(Schauspieler/in)
Marie Schwanitz(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 13. April 2024 (Premiere / Uraufführung)

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