»Nicht unhübsch«, schreiben die Zeitungen, »aber reuelos.« – Und während die Tochter zum Grab des Vaters Blumen bringt, sammelt die junge Enkelin die Männer wie Schmetterlinge oder Briefmarken, sammelt der Staatsanwalt Aussage um Aussage, versammelt sich das Volk, um Gericht zu sitzen, liest man Äpfel vom Boden auf dem Feld und verliest der Richter sein Urteil. Und eine Tochter trauert um den Vater und ein fremder Vater um den Sohn.
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Gefängnis und Gericht, Küche, Bett und Krankenhaus untersucht Ewald Palmetshofers Drama mit einer hochartifiziellen und rhythmischen Sprache das Leben dreier Frauen. Es ist ein polymorphes Erinnern, eine Verhandlung, eine Rechtsprechung und erzählt von der ausweglosen Verstrickung dreier Generationen.
Regie führt Andreas Kriegenburg, der zu den renommiertesten Schauspiel- und Opernregisseuren zählt. Er arbeitet an den großen Bühnen in Berlin, München, Frankfurt am Main, Wien und Hamburg. Am Düsseldorfer Schauspielhaus waren zuletzt seine Inszenierung »Minna von Barnhelm« und das Open-Air-Theater »Figaros Hochzeit oder Der tolle Tag« zu sehen.


