In »Chowanschtschina« (»Die Sache Chowanski«) ging es Modest Mussorgsky nicht darum, die politischen Ereignisse und brutalen Machtspiele detailgetreu nachzubilden, sondern in einer gewaltigen Collage aus historischen Dokumenten »das Vergangene im Gegenwärtigen« darzustellen – eine Art Meditation über die Geschichte mit den Mitteln der Oper. Claus Guth, als Regisseur an einer konturierten Zeichnung der Figuren in ihren jeweiligen Lebenswelten interessiert, wird sich Mussorgskys Bühnenwerk annehmen, das unvollendet geblieben, aber von den helfenden Händen Strawinskys und Schostakowitschs komplettiert worden ist.
Musik und Text von Modest Mussorgsky, Fassung von Dmitri Schostakowitsch mit dem Finale von Igor Strawinsky, Sprache: In russischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln, Altersempfehlung: ab 14 Jahren, Einführungsmatinee am 19. Mai 2024, Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal.


