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Leonce und Lena und Lenz

Uraufführung/Premiere am 01. Juni 2024
Büchners Lustspiel Leonce und Lena ist eines der melancholischsten, merkwürdigsten und traumwandlerischsten Stücke des Dramenkanons. Es ist politische Satire und Verwechslungskomödie zugleich: Der vom Leben und der Macht gelangweilte Kronprinz Leonce flüchtet vor der arrangierten Ehe mit der Prinzessin Lena ins Ausland.
© Sandra Then

Über Irrungen und Wirrungen hinweg heiraten Leonce und Lena doch – nicht ohne sich auf ihrer Reise als Automaten verkleidet und sich damit der Weltfremdheit ihrer Klasse erneut anheim gegeben zu haben. Der Welt und der Wirklichkeit abhanden zu kommen, droht auch Lenz in Büchners gleichnamiger Erzählung über den Dramatiker Jakob Michael Reinhold Lenz, die wie eine Komplementärfarbe zu Leonce und Lena wirkt. Die einen entfliehen den Zumutungen der wirklichen Welt in Wortwitz und märchenhafte Absurdität, der andere ins nächtlich Abgründige. Elsa-Sophie Jach wird beide Texte zu einer Bühnenerzählung zusammenfügen.

Elsa-Sophie Jach, geboren 1991, studierte Regie an der Hamburger Theaterakademie und Szenisches Schreiben an der UdK Berlin. Für ihre Inszenierung von Kleists Das Erdbeben in Chili an der Theaterakademie Hamburg wurde sie von der Fachzeitschrift Theater heute als „Nachwuchsregisseurin des Jahres“ nominiert, ebenso für die Uraufführung von die zukunft reicht uns nicht (klagt, kinder, klagt!) am Schauspielhaus Wien, die sie im Regieduo mit Thomas Köck inszenierte. Die Inszenierung war in der Kategorie „Beste Regie“ für den Nestroy nominiert und wurde zum virtuellen Theatertreffen auf nachtkritik.de sowie zu den Autorentheatertagen am DT Berlin eingeladen. Mit der zweiten gemeinsamen Arbeit Dritte Republik (Thalia Theater Hamburg) waren sie zum Festival Radikal jung ans Volkstheater München eingeladen. Elsa-Sophie Jach arbeitete mehrfach am ETA Hoffmann Theater Bamberg, am Schauspielhaus Wien, am Schauspiel Leipzig und am Theater Bremen und ist seit der Spielzeit 2022/23 Hausregisseurin am Residenztheater München, wo sie u.a. Herbert Achterbuschs Herz aus Glas uraufführte und Die Unerhörten inszenierte, womit sie zum Brandhaarden Festival 2023 ans International Theatre Amsterdam eingeladen wurde. Mit ihrer ebenfalls am Residenztheater entstandenen Inszenierung von Kleists Käthchen von Heilbronn stand sie zudem auf der Shortlist fürs Berliner Theatertreffen 2023. Leonce und Lena und Lenz ist nach der Orestie ihre zweite Arbeit am Theater Münster.

Mitwirkende

Bettina Pommer(Bühnenbild)
Johanna Stenzel(Kostümbild)
Johannes Hofmann(Komponist/in)
Aline Serrano(Choreografie)
Remsi Al Khalisi(Dramaturgie)
Katharina Brenner(Schauspieler/in)
Julius Janosch Schulte(Schauspieler/in)
Clara Kroneck(Schauspieler/in)
Nadine Quittner(Schauspieler/in)
Aline Serrano(Tänzer/in)
Charlotte Petersen(Tänzer/in)

Spielzeiten

Samstag, 01. Juni 2024 (Premiere / Uraufführung)
Dienstag, 04. Juni 2024
Freitag, 07. Juni 2024
Donnerstag, 13. Juni 2024
Samstag, 15. Juni 2024
Dienstag, 25. Juni 2024
Sonntag, 30. Juni 2024
Mittwoch, 03. Juli 2024

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