Schon bald werben sie um die Partnerin des jeweils anderen. Zu spät erst merken die beiden Männer, dass sie keineswegs die souveränen Drahtzieher ihres Experiments sind und dass sie der Manipulierbarkeit menschlicher Gefühle, die sie zu inszenieren glauben, durchaus selbst erliegen.
In der Neuinszenierung schickt Regisseur David Hermann die Personen dieser Oper auf eine Zeitreise durch die wechselvollen Jahrzehnte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Anders als im Original wird die Einberufung der Offiziere zum Kriegsdienst nicht nur simuliert, sondern sie stellt eine realhistorische Herausforderung dar. Das Spiel im Spiel wird zur Alltagsrealität in unbeständigen Zeiten, in denen sich die Moralvorstellungen ebenso wandeln wie der Zeitgeist. Komik und Tragik halten sich dabei, wie von Mozart und seinem Librettisten da Ponte intendiert, die Waage.
Libretto von Lorenzo Da Ponte | UA 1790 | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln


