Die Geschichte, wie jemand trotz schlechter Voraussetzungen Gewinner werden möchte, erzählt Alfred Döblin in seinem Großstadtroman "Berlin Alexanderplatz", der in einer Theateradaption von Dusan David Parizek zu sehen ist. Welche Aufgabe der Schule bei der Vorbereitung junger Menschen zufällt, zeigt das britisch-irische Regie- und Autorenduo Dead Centre. Bush Moukarzel und Ben Kidd beschäftigen sich in ihrer ersten Arbeit bei "Die Erziehung des Rudolf Steiner" mit dem berühmten Reformpädagogen, seiner Anthroposophie und der Waldorfschule.
Von Verletzlichkeit und Verschwinden erzählt das neue Stück "Frau Yamamoto ist noch da" von Dea Loher in der Regie von Burkhard C. Kosminski. Die israelische Regisseurin Sapir Heller präsentiert das Antikriegsdrama "Draußen vor der Tür" von Wolfgang Borchert. Als Stuttgarter Premiere wird "Das irdische Leben" frei nach Gustav Mahler als Musiktheater von Thom Luz im Kammertheater gezeigt.
"Pünktchen und Anton" von Erich Kästner ist im Schauspielhaus in der Regie von Karsten Dahlem zu sehen. Burkhard C. Kosminski präsentiert in seiner Inszenierung "Cyrano de Bergerac" von Martin Crimp. Bei William Shakespeares "Lear" geht der Regisseur Falk Richter der Frage nach, welches Erbe Eltern ihren Kindern hinterlassen. Richter hat das Stück auch bearbeitet. Als Uraufführung ist "Im Ferienlager" von Olga Bach in der Regie von Jessica Glause zu erleben. Und Andreas Kriegenburg zeigt "Drei Mal Leben" von Yasmina Reza. Amelie Niermeyer präsentiert "Buddenbrooks" von Thomas Mann.
Weitere Premieren sind "Zur schönen Aussicht" von Ödön von Horvath sowie die "Spielplananalyse" von und mit Harald Schmidt. Ein apokalyptisches Weltszenario inszeniert Stas Zhyrkov bei "Willkommen am Ende der Welt" von Maryna Smilianets als Uraufführung. "Die Erfindung" von Clemens J. Seitz untersucht, wie konfrontativ das Wohnen in einem Mitshaus sein kann. Bereits zum dritten Mal ist ein Stück von Seitz zu sehen - diesmal wieder im Kammertheater.
Das Schauspiel Nord bietet ebenfalls interessante Premieren an. So wird eine Bachelor-Inszenierung in Kooperation mit der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg präsentiert. Und "Antigone (ein Requiem)" von Thomas Köck in der Regie von Mira Stadler ist als Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart zu sehen. Die Zusammenarbeit mit den ukrainischen Autorinnen Maryna Smilianets und Luda Tymoshenko wird fortgesetzt. Beide bleiben auch in der Spielzeit 2024/25 "Artists in Residence" am Schauspiel Stuttgart.


