Bereits als Kind ist Antonio Salieri von dem Wunsch getrieben, ein berühmter Komponist zu werden. Als Hofkomponist am Hof Kaiser Josephs II. in Wien scheinbar am Ziel angekommen, muss er nach der Begegnung mit Mozart feststellen, dass er nur Durchschnitt ist. Von Missgunst vergiftet, beschließt er, Mozarts Aufstieg zu verhindern – er kündigt seinen Pakt mit Gott, den er schon als Kind geschlossen hat, und setzt alles daran, Mozart in Misskredit zu bringen und ihn so auszuhungern. Eine Mission, die von der Ignoranz des Hofadels, der von der Genialität und vom Ideenreichtum Mozarts überfordert ist, fatal begünstigt wird…
Schon kurz nach Mozarts frühem Tod 1791 begannen die Gerüchte: wurde er vielleicht vergiftet? Vielleicht von einem neidischen Konkurrenten? Gar von Salieri? Auch wenn die Wissenschaft dieses musikalische Mordkomplott mittlerweile widerlegt hat, hält sich die Theorie nach wie vor. Sie diente 1979 dem britischen Dramatiker Peter Shaffer als Vorlage für sein Drama „Amadeus“. Im Mittelpunkt steht hier allerdings nicht das musikalische Genie Mozart, sondern Salieri, die Verkörperung des Mittelmaßes. Er allein erkennt Mozarts göttliche Begabung und gleichzeitig seine eigene Bedeutungslosigkeit und schwört Rache. Er wird den verhassten Rivalen auslöschen, auch wenn dies sein Seelenheil kostet…

