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Stadttheater Passau (Fürstbischöfliches Opernhaus)
Uraufführung/Premiere am 10. Februar 2019
Prinzessin Ginevra liebt den Ritter Ariodante. Ihr Vater, der schottische König, ist mit der Hochzeit einverstanden, doch der ehrgeizige Herzog Polinesso setzt eine Intrige in Gang, um Ginevra der Untreue zu überführen. Ariodante erliegt der Täuschung und stürzt sich vor Verzweiflung ins Meer, während Ginevra die Hinrichtung droht.
Nach einer Episode aus Ludovico Ariosts Versepos Der rasende Roland schuf Georg Friedrich Händel seine brillante Barockoper Ariodante für das Theater Covent Garden in London. In diesem barocken Meisterwerk wechseln sich dunkle, tieftraurige Arien wie Ariodantes „Scherza infida“ mit hellen Naturszenen von pastoraler Atmosphäre ab; fast die Hälfte der Handlung spielt im Freien. Die typisch barocken Affektwechsel sind eindrucksvoll gestaltet. So folgen auf die überschwängliche Freude des Beginns tiefe Schwermut und plötzliche Todesangst. Händels Musik erweckt eine schillernde höfische Ritterwelt zum Leben, die von Liebeleien, Intrigen und Duellen geprägt ist.
Die geschlechterspezifische Besetzung spielte in der Oper des frühen 18. Jahrhunderts keine große Rolle; im Gegenteil konnte der Geschlechtertausch ein höchst reizvolles Stilmittel sein. Bei der Uraufführung wurde die Partie des Ariodante von einem Kastraten gesungen, Polinesso dagegen von einer Frau (Altstimme).