Der gute Theobald ist hin- und hergerissen. Zwar gilt es die Ehre zu wahren, doch ein paar zahlungskräftige Untermieter sind auch nicht zu verachten.
Gut 25 Jahre später hätte Theobalds Sohn Christian allen Grund zur Zufriedenheit, denn eben erst ist er zum Generaldirektor eines international operierenden Unternehmens ernannt worden. Aber sein snobistischer Ehrgeiz reicht weiter. Er möchte seine bürgerliche Herkunft abschütteln und sich durch Heirat den Zugang zu höheren Kreisen verschaffen. Oder, wie er es nennt, »den Abgrund zwischen Herkommen und errungener Stellung« überbrücken. Gut, dass er genügend Geld hat, um sich den ersehnten Abstand zu kaufen.
In Carl Sternheims Zyklus »Aus dem bürgerlichen Heldenleben«, zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden, sind die Bürger alles andere als Helden. Auf bissige Weise betreibt Sternheim in seinen Komödien die Demaskierung der Familie Maske.

