Ein Rhythmus, eine Melodie und ein einziges, leidenschaftlich anwachsendes Crescendo. Diese einfache wie archaische musikalische Struktur von Ravels Meisterwerk ist womöglich der Energiekern und Anreiz, sich dem Werk immer wieder anzunähern.
Der erste Tanzabend der neuen Spielzeit porträtiert diese Faszination und fordert gleich vier Choreografinnen und Choreografen heraus, ihre individuelle Version auf die Bühne zu bringen. Während das Duo Rebecca Laufer & Mats van Rossum, das erst 2024 mit »Clay« in »Just a Game« begeisterte, und Anat Oz jeweils eine Kreation für das Mannheimer Ensemble erarbeiten, bedeutet Boléro Nr. 3 ein Wiedersehen mit der Interpretation von Tanzintendant Stephan Thoss. 1999 entstanden und an zahlreichen Theatern gefeiert, kommt es nun aktualisiert zurück ins Programm. Ausgefeilter Witz und Humor neben bestechender Musikalität sind die Zutaten dieser originellen Fassung: Sechs ältere Damen treffen sich zum Kaffeekränzchen und geraten zwischen Petits Fours und Jukebox in sehr persönliche Ekstase.
Cinema Quadrat und NTM Tanz laden zu einem Abend rund um Maurice Ravels weltberühmte Komposition ein. Der Film »Boléro – Die Entstehung eines Meisterwerks« (FrzOmdtU.) erzählt die faszinierende Geschichte hinter Ravels Werk. Zudem gewährt der Choreograf Stephan Thoss exklusive Einblicke in die aktuelle Tanzproduktion »Boléro, Boléro«.

