Wiederaufnahme des Rosenkavaliers an der Komischen Oper Berlin: Die Oper von Richard Strauss kehrt zurück in der zeitlosen Inszenierung von Andreas Homoki. Die Liebesgeschichte rund um die Feldmarschallin, ihren jungen Liebhaber Octavian und die ebenfalls blutjunge Sophie wird auf eindrucksvolle Weise erzählt. Für die Partie der Feldmarschallin kehrt Johanni van Oostrum an die Komische Oper Berlin zurück. Nach Erfolgen hier in dieser Partie sowie als Micaëla (Carmen) und Eva (Die Meistersinger von Nürnberg) gastiert sie inzwischen weltweit und hat sich insbesondere im Strauss-Fach einen Namen gemacht. An ihrer Seite sind die Ensemblemitglieder Karolina Gumos (Octavian), Vera-Lotte Böcker (Sophie) und Jens Larsen (Baron Ochs) zu erleben. Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis leitet das Orchester der Komischen Oper Berlin.
Am Pfingstsonntag bietet sich die nächste Gelegenheit, die kontrovers diskutierte Neuproduktion M – Eine Stadt sucht einen Mörder in der Inszenierung von Barrie Kosky zu sehen – ebenfalls unter der musikalischen Leitung von Ainārs Rubiķis. Der mehrfach ausgezeichnete Pianist und Komponist Moritz Eggert hat den berühmten Kriminalfilm als hörspielartige Oper vertont. Melodielinien, sphärische Klänge, Jazz und Synthesizer ergeben ein Stadt-Klangbild, das für den Mörder, interpretiert von Bariton Scott Hendricks, zunehmend bedrohlich wird. Als einziger Mensch von normaler Statur ist der Mörder auf einer zeitlos-urbanen Bühne umgeben von lauter Erwachsenen in Kinderkörpern mit zur Maske erstarrten Gesichtern und dem Kinderchor der Komischen Oper Berlin, der bravourös seine fordernde Partie meistert.
»Eggerts Anspruch an ›moderne Oper‹ von direkter Zugänglichkeit erfüllt sich, indem er Bekanntes zu Neuem zusammensetzt, das eher im ›Banne des Unheimlichen‹ steht als sich harmonisch aufhellt. Dass es sich zur Freude des heftig applaudierenden Publikums unterhaltsam gibt, muss kein Mangel sein.« [FAZ]


