Es ist diese spannende Mischung aus Realem und Fiktionalem, aus dunklem Triebhaften und klarer Rationalität, aus interpretatorischer Varianz und sprachlicher Eleganz, die an Manns Novelle immer wieder aufs Neue fesselt.
Somit verwundert es nicht, dass es ausgerechnet der Komponist Benjamin Britten war, der aus diesem Stoff eine Oper machte. Denn auch Britten war Zeit seines Lebens nachgerade besessen von dem Gedanken an die Faszination und die Bedrohung kindlich-jugendlicher Unschuld. Und so schuf er mit seiner letzten Oper Death in Venice eines seiner dichtesten und dramaturgisch innovativsten Werke. Dabei fasst Britten die seelischen Verunsicherungen, die Aschenbach durch die Begegnung mit Tadzio erfährt, in eine Tonsprache, die ebenso konzentriert wie emotional bewegend ihre Wirkung nicht verfehlt.
Text von Myfanwy Piper nach der gleichnamigen Novelle von Thomas Mann. In englischer Sprache mit Übertiteln.
Musikalische Leitung Roland Böer. Inszenierung Hermann Schneider. Bühne Bernd Franke. Kostüme Irina Bartels. Video Paulo Correia. Choreografie Ivan Alboresi. Dramaturgie Christoph Blitt. Choreinstudierung Csaba Grünfelder.
Chor des Landestheaters Linz, Statisterie des Landestheaters Linz, Mitglieder der Tanzkompanie TANZLIN.Z, Bruckner Orchester Linz.
Bild: Benjamin Britten

