Als Krüger zunächst den Diebstahl des Holzes und drei Tage später den gestohlenen Biberpelz beim Amtsvorsteher von Wehrhahn zur Anzeige bringen will, ist dieser nicht so recht an der Sache interessiert. Er befasst sich lieber mit der Verfolgung von «dunklen Existenzen, politisch verfemten, reichs- und königsfeindlichen Elementen» in Gestalt des Sozialdemokraten Dr. Fleischer. Und außerdem schafft es Mutter Wolffen in zwei großen Szenen, den offensichtlichen Verdacht von sich abzulenken und als Siegerin vom Platz zu gehen.
«Alle Gestalten des Biberpelz habe ich in Erkner kennengelernt», hat Gerhart Hauptmann über seine Komödie gesagt. In der Kleinstadt südöstlich von Berlin hat er 1885 bis 1889 gelebt, und diese Gestalten zählen seit der Uraufführung am 21. September 1893 zu den beliebtesten des deutschen Theaters.
Inszenierung: Jörg Steinberg
Bühne: Fred Pommerehn
Kostüme: Susanne Füller
Dramaturgie: Peter Hilton Fliegel
Regieassistenz: Marcel Pütz
Soufflage: Birgit Ermers
Inspizienz: Ana María Carreira Rodríguez
Stumme Figuren, die im Text erwähnt werden: Fiebig, der Nachbar, die Juste von Schulzens, Stechowns Emilie, Schiffer-Emil, Schuster Fielitz, ein Förster in Rixdorf, Gendarm Schulze, Mino, der Hund, Förster Seidel: Ensemble
Das Bild zeigt Gerhart Hauptmann

