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Der Färber und sein Zwillingsbruder

in Großes Haus
Uraufführung/Premiere am 14. Oktober 2011
Die Zwillingsbrüder Hermann und Kilian Blau wurden schon in der Kindheit verwechselt. Während Hermann als Draufgänger bei der Grenzgendarmerie arbeitet, hat Kilian den bescheidenen Beruf des Färbers ergriffen. Als Hermann in Schwierigkeiten gerät, muss Kilian in dessen Uniform schlüpfen und sich in brenzlige Situationen begeben.

Jetzt ist Hermann bei der Grenzgendarmerie, ein hemdsärmeliger Draufgänger und Schürzenjäger. Kilian hingegen - ein schüchterner, argloser Zivilist ohne jede „Kurasch" - hat den bodenständigen Beruf des Färbers ergriffen. Sie gehen sich geflissentlich aus dem Weg, Kilian hat den Bruder nicht einmal zu seiner Hochzeit eingeladen.

Just an diesem Tag jedoch ereilt ihn die Nachricht, dass Hermann wegen einer Liebesaffäre sein Bataillon verlassen habe, unauffindbar sei; sollte er nicht rechtzeitig zurück sein, werde das schlimme Folgen für ihn haben. Auf der Stelle macht Kilian sich - gefolgt von seiner Braut Roserl - auf, Hermann zu suchen. Noch wissen die beiden nicht, dass ihnen eine Menge brenzliger und gefährlicher Situationen bevorstehen, denn um den martialischen Bruder zu retten, muss der friedfertige Kilian in dessen Uniform schlüpfen und stellvertretend den Helden markieren ...

Nestroy war ein genialer, außerordentlicher, vom Spieltrieb besessener, souveräner und vielseitiger Schauspieler. Und so verwundert es nicht, dass er sich die Doppelrolle der ungleichen Zwillingsbrüder, von denen der eine extrem kriegerisch, der andere extrem furchtsam ist, auf den Leib geschrieben hat. Mit der Rolle des Roserl ist ihm zusätzlich noch eine seiner - neben der Salome Pockerl im Talisman und der Kathi im Zerrissenen - reizvollsten und originellsten Frauengestalten gelungen, eine Figur, die entschieden gegen gängige Stereotypen des Weiblichen ankämpft.

Als Vorlage diente Nestroy die komische Oper Le Brasseur de Preston von Adolphe Adam, die 1838 in Paris uraufgeführt wurde. Nestroy machte daraus eine beschwingte Parodie auf den Militarismus seiner Zeit, die mit ihren eingängigen Couplets seit ihrer Uraufführung 1840 im Theater an der Wien zu den beliebtesten Werken Nestroys zählt.

Mitwirkende

Stephan Koch(Bühnenbild)
Inge Stolterfoht(Kostümbild)
Fritz Rainer(Komponist/in)
Ferdinando Chefalo(Choreografie)
Matthias Mamedof(Schauspieler/in)
Andy Hallwaxx(Schauspieler/in)
Christian Graf(Schauspieler/in)
Arne Gottschling(Schauspieler/in)
Christoph F. Krutzler(Schauspieler/in)
Wolf Dähne(Schauspieler/in)
Andrea Bröderbauer(Schauspieler/in)
Thomas Bauer(Schauspieler/in)
Thomas Kamper(Schauspieler/in)
Nina Horváth(Schauspieler/in)
Alexander Jagsch(Schauspieler/in)
Heinz Petters(Schauspieler/in)
Alexander Lhotzky(Schauspieler/in)
Angela Appenzeller(Musiker/in)
Clemens Hofer(Musiker/in)
Stefan Thurner(Musiker/in)
Matthias Lill(Musiker/in)
Matthias Schwetz(Musiker/in)
Peter Weitzer(Musiker/in)

Spielzeiten

Freitag, 14. Oktober 2011 (Premiere / Uraufführung)
Montag, 17. Oktober 2011
Dienstag, 18. Oktober 2011
Donnerstag, 20. Oktober 2011
Donnerstag, 27. Oktober 2011
Samstag, 29. Oktober 2011
Sonntag, 30. Oktober 2011

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