Wilhelm Voigt, ein Schuhmacher mit krimineller Vergangenheit, wird aus der Strafanstalt entlassen und steht pass- und identitätslos in Berlin. Ohne Papiere keine Arbeit und ohne Arbeit keine Papiere. Voigt kämpft um seine Integration in die Gesellschaft, doch niemand nimmt Notiz von seinem Schicksal.
Dieser drillt seine Gefangenen mit militärischem Quiz und soldatischen Rollenspielen. Als sich Voigt nach abermaliger Entlassung die Möglichkeit bietet, eine originale Hauptmannsuniform zu erwerben, macht er sich seine in der Haft erworbene Bildung zunutze: die Köpenickiade nimmt ihren Lauf.
Der Hauptmann von Köpenick ist ein Urberliner Stück, das 1931 uraufgeführt wurde. 86 Jahre später erzählt Jan Bosse Zuckmayers berühmte Parabel mit Milan Peschel in der Titelrolle ins Heute hinein – eine zeitlose Geschichte vom Mensch draußen.
Fassung von Jan Bosse und David Heiligers Mitarbeit und zusätzliche Texte von Armin Petras