Wochenlang wird sie hingehalten. Als sie schließlich sehen muss, dass die Geheimpolizei gute Kontakte zum Konsul unterhält, ist der letzte Funke Hoffnung erloschen. Desillusioniert und entkräftet gibt Magda den Kampf auf.
Der 1950 in Philadelphia uraufgeführte Konsul traf damals den Nerv der Zeit und ist auch heute noch von erschreckender Aktualität. Denn obwohl Menotti durch persönliche Erlebnisse zur Auseinandersetzung mit diesem politischen Thema angeregt wurde, wandte er sich nicht gegen ein konkretes Regime. Sein mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneter Konsul ist für ihn eine „Anklage gegen Tyrannei in jeglicher Form“. In dem ungemein fesselnden Opernthriller bewies der Italo-Amerikaner, der die Operntradition seiner Heimat mit musikalischen Einflüssen der neuen Welt verband, sein großes musikdramatisches Talent.
Die szenische Umsetzung von Menottis bedeutendstem Werk liegt in den Händen des Tiroler Regisseurs René Zisterer, der hier zuletzt Turandot inszenierte.
Text vom Komponisten in deutscher Sprache.
Aufführungsdauer ca. 2h 30 Minuten. Eine Pause. Einführung eine halbe Stunde vor Beginn im Pausenfoyer.

