Das ist vorbei, als sie wegen eines antimuslimischen Graffiti-Spruchs die Schule wechseln muss, und hier als einzige ein Kopftuch trägt. Ganz besonders lässt sie das ihr Mitschüler Jonas spüren, der regelmäßig wegen seiner geschmacklosen Bemerkungen beim Rektor landet.
Mit einer Mischung aus Überheblichkeit und Hartnäckigkeit geht er auch Fatima auf den Geist, beide schonen sich gegenseitig nicht mit ihren Sprüchen. Und doch ist da irgendetwas zwischen ihnen, was sie zu verbinden scheint.
Der kanadische Autor Marcus Youssefs Dschabber erzählt unaufgeregt und zugleich einfühlsam von zwei Jugendlichen, deren kulturellen Unterschiede groß sind, aber für sie beide überbrückbar scheinen. Der Frage, ob das auch gegen alle äußeren Widerstände gelingen kann, begegnet Marcus Youssef mit Hoffnung auf der einen, und schonungsloser Ehrlichkeit auf der anderen Seite.
Marcus Youssef ist in Montréal geboren und der Sohn ägyptischer Eltern. Er arbeitet als Autor, Regisseur, Aktivist, Schauspieler und Journalist. Seine Stücke wurden bereits in etliche Sprachen übersetzt und weltweit in Theatern und auf renommierten Festivals gespielt, wie u. a. dem Dublin Theatre Festival, dem Brno Festival in Tschechien oder dem Foreign Affairs im Rahmen der Berliner Festspiele. Seit 2005 ist er außerdem künstlerischer Leiter und Co-Intendant des Neworld Theatre in Vancouver und wurde 2017 mit dem wichtigsten kanadischen Theaterpreis, dem Siminovitch Award, ausgezeichnet.
Jochen Strauch ist gelernter Theaterregisseur. Festengagements an renommierten Bühnen wie Münchner Kammerspielen, Deutsches Schauspielhaus Hamburg etc. Freiberuflicher Regisseur in Deutschland, Schweiz und Italien. Stipendiat im Postgraduate Masterprogramm Executive Master in Arts Administration der Universität Zürich (MBA für Kunstinstitute). Erfahren als strategischer Projektmanager auch in der Unternehmenskommunikation mit Schwerpunkt Digitaler Inszenierung, Fundraising und Kunstmarketing durch leitende Funktion im Hamburger Thalia.

