Aber Margaret lässt sich nicht unterkriegen, sondern nimmt ihr Schicksal in die eigenen Hände. Sie sucht ihre einstige Highschool-Liebe Mike auf. Als Chefarzt einer edlen Privatpraxis hat der die gemeinsame Jugend im Problemviertel bewusst hinter sich gelassen. Das hält Margaret nicht davon ab, sich auf die Party seiner Frau einzuladen, um nützliche Kontakte zu knüpfen. Doch das Fest wird abgesagt. Margaret versteht das als verdeckte Ausladung und geht trotzdem hin – kühner Entschluss, denn tatsächlich fällt die Party aus. Dennoch bitten Mike und seine wesentlich jüngere Frau sie in die schicke Villa. Die Konversation überrascht mit Erinnerungen und Enthüllungen, es wird immer atemberaubender. Schnell ist die Stimmung ziemlich angespannt, auch unter den Eheleuten. Am Ende zieht Margaret ihre Trumpfkarte!
»Good People« trifft mitten hinein in die Diskussionen um Gerechtigkeit und die zunehmende Spaltung unserer Gesellschaft: Sind die Abgehängten an ihrer Lage selbst schuld? Gehört doch eine Portion Glück dazu, um auf die Gewinnerseite zu wechseln? Wie stark beeinflusst die soziale Herkunft die Biografie? »Good People« erhielt zahlreiche Preise. Zu Recht, denn David Lindsay-Abaire, Pulitzer-Preisträger und meistgespielter Autor in den USA, ist ein genauer Beobachter mit Sinn für unsentimentalen Humor und starke

