Im Zentrum ein Konglomerat dubioser Figuren, verbunden in Unzufriedenheit, verstrickt in Abhängigkeiten, verhaftet in Überzeugungen: Zwischen revolutionärem Machtwillen, einem das Chaos herbeiwünschendem Nihilismus und dem wahnhaften Wunsch nach einem charismatischen Führer scheint alles möglich.
Fjodor Dostojewski lässt in seinem von wahren Begebenheiten inspirierten Welterfolg die Vielstimmigkeit verschiedenster Ideologien aufeinanderprallen. Im Widerstreit der Überzeugungen verrohen die Sitten zu einem Klima der Skrupellosigkeit, das jede Moral hinter sich lässt und in dem jedes Mittel zur Durchsetzung der Ideen recht erscheint: auch die strategische Anwendung von Gewalt. Nicht von ungefähr scheinen bei Dostojewski die Dämonen von Terror, Krieg und Populismus auf.
Übersetzung „Böse Geister“ von Swetlana Geier. Bühnenfassung von Sascha Hawemann und Dirk Baumann.

