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Die Macht des Schicksals

in Musiktheater im Revier
Uraufführung/Premiere am 22. Februar 2020
Die Geschichte des Liebespaares Don Alvaro und Leonora di Vargas könnte unter keinem schlechteren Stern stehen. Ihre Liebe wird von der spanischen Adelsfamilie, der Leonora entstammt, nicht gebilligt, was zu einer tragischen Flucht und einem unglückseligen Ende führt.

Doch die Liebenden wollen gemeinsam fliehen und ohne gesellschaftliche Konventionen ein neues Leben beginnen. Als Leonoras Vater Marchese di Calatrava die beiden erwischt und ihren Plan verhindern will, löst sich ein Schuss aus Don Alvaros Waffe und trifft den Marchese tödlich.

Darauf folgen die lebenslange Flucht von Leonora und Don Alvaro und die ebenso lebenslange Suche nach Vergeltung von Leonoras Bruder Don Carlo, bis sich am Ende durch eine schicksalhafte Fügung ihre Wege wieder kreuzen und die Begegnung ein unglückseliges Ende nimmt.

„Die Macht des Schicksals“ (La forza del destino) zählt zu den ganz besonderen Werken von Giuseppe Verdi. Niemand anderes als der Meister der italienischen Oper hätte einen solchen Stoff zwischen Kloster und Schlachtfeld, zwischen Himmel und Hölle komponieren können: Drei hoffnungsvolle, junge Menschen werden durch einen tödlichen Unglücksfall aus ihrem geordneten Leben gerissen und suchen verzweifelt nach Frieden und Sühne. Doch das Schicksal will es anders.

Die gesamten 1860er Jahre hat Giuseppe Verdi an verschiedenen Versionen seiner faszinierenden Oper „Die Macht des Schicksals“ (La forza del destino) gearbeitet und sie auch nach der Uraufführung 1862 in St. Petersburg immer wieder bearbeitet und neu angeordnet, um eine stringente Erzählweise des großen Stoffes zu erzielen. 1869 stand die sogenannte Mailänder Fassung fest, doch die Arbeit an „Die Macht des Schicksals“ ging auch danach weiter. Auf der Bühne wird die Oper seither fast immer gekürzt und mit Umstellungen gespielt, um die verschiedenen Handlungsstränge anschaulich zu machen.

Erzählt der 2. Akt von Leonoras Schicksal und der 3. Akt von Don Alvaro und Don Carlos, so wird in der Gelsenkirchener Fassung von Michael Schulz und Giuliano Betta die Aktstruktur aufgelöst. Die Schicksalswege von Leonora, Don Alvaro und Don Carlo werden dramatisch ineinander verschränkt, der Fokus der Inszenierung richtet sich auf die Protagonisten und es entstehen neue Szenen mit Musik von Giuseppe Verdi und Claudio Monteverdi. So lässt sich die bekannte Oper auf ungewöhnliche Weise erleben. Entsprechend dem Leitgedanken der Spielzeit 19.20 setzt Michael Schulz auch hier wieder bei dem Unbekannten an: die Ursache des Grundkonfliktes ist das Fremde.

Mitwirkende

Giuliano Betta(Musikalische Leitung)
Dirk Becker(Bühnenbild)
Renée Listerdal(Kostümbild)
Patrick Fuchs(Lichtdesign)
Stephan Steinmetz(Dramaturgie)
Luciano Batinić(Schauspieler/in)
Michael Heine(Schauspieler/in)
Petra Schmidt(Schauspieler/in)
Bastiaan Everink(Schauspieler/in)
Timothy Richards(Schauspieler/in)
Almuth Herbst(Schauspieler/in)
Urban Malmberg(Schauspieler/in)
Piotr Prochera(Schauspieler/in)
Rina Hirayama(Schauspieler/in)
Khanyiso Gwenxane(Schauspieler/in)
John Lim(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 22. Februar 2020 (Premiere / Uraufführung)
Donnerstag, 27. Februar 2020
Sonntag, 01. März 2020
Freitag, 06. März 2020
Samstag, 14. März 2020
Samstag, 21. März 2020
Sonntag, 29. März 2020
Sonntag, 05. April 2020
Samstag, 18. April 2020
Samstag, 25. April 2020

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