Auch Leyla erkennt Nadir und wird von Erinnerungen überwältigt. Dennoch bestätigt sie vor der Dorfgemeinschaft ihre Keuschheitsgelübde und zieht mit dem Priester in den Tempel. Nadir lässt seine Sehnsucht nicht ruhen. Nachts dringt er in den Tempel ein und gesteht Leyla seine Liebe. Die beiden werden entdeckt, der geballte Zorn der Priester und der Dorfbewohner bricht über die Liebenden herein. Nur Zurga will ihnen vergeben, bis auch er Leyla wiedererkennt.
Exotismus, fremde Religionen, Kulturen voller Geheimnisse und mystische Rituale bilden den farbenprächtigen Rahmen nicht nur für Komponisten Mitte des 19. Jahrhunderts. Und genau das ist es, was auch diese Oper Bizets auszeichnet: Üppige Landschaft, eine hochdramatische Dreiecksgeschichte und überwältigend schöne Musik.
Oper in drei Akten | Libretto von Michel Carré und Eugène Cormon | Musik von Georges Bizet | UA 1863 | In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

