Elfriede Jelineks Stück thematisiert die Tragödien von Asylsuchenden an den EU-Außengrenzen und verbindet diese mit der antiken Flucht-Tragödie von Aischylos. Mit Wut und Direktheit kritisiert Jelinek die Missstände im Asylrecht und beleuchtet die Verzweiflung über unsere eigene Passivität.
Die Autorin verbindet in ihrem Stück die heutigen Tragödien der Asylsuchenden an den EU-Außengrenzen, die Katastrophe vor Lampedusa, ihre Ursachen und Folgen mit Motiven aus Aischylos’ Flucht-Tragödie „Die Schutzflehenden“ zu einem sprach- und bildgewaltigen Chor.
Integriert werden hierbei auch „Gesänge“ der fremdenfeindlichen und ängstlichen Bürger, die das uralte Menschenrecht der Gastfreundschaft mit Füßen treten. Jelinek schreit mit viel Wut und Direktheit gegen die Missstände des Asylrechts und führt uns die Verzweiflung über unsere eigene Passivität vor Augen.