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Die Wiederholung

in Schaubühne am Lehniner Platz
Uraufführung/Premiere am 01. September 2018
In einer Nacht im April 2012 spricht Ihsane Jarfi an einer Straßenecke von Liège vor einer Schwulenbar mit einer Gruppe junger Männer. Zwei Wochen später wird er tot aufgefunden, gefoltert und brutal ermordet. Das Verbrechen erschüttert die Stadt, die durch hohe Arbeitslosigkeit und soziale Spannungen geprägt ist.
© Hubert Amiel

Was steht am Anfang eines Verbrechens? Absicht oder Zufall? Welche Rolle spielt das Publikum? Welche Schuld trägt das Kollektiv? Lässt sich ein Verbrechen überhaupt rekonstruieren? Und wer steht dabei auf der Bühne? Gemeinsam mit den vier Schauspieler_innen begibt er sich auf die Spur eines Kapitalverbrechens und sucht nach den grundlegenden Emotionen einer tragischen Erfahrung: Verlust und Trauer, Lüge und Wahrheit, Unheil und Furcht, Grausamkeit und Schrecken.

Sie sinnieren über den Glanz und die Abgründe von Leben und Theater und schlüpfen in die Rollen der Hauptfiguren eines brutalen Mordfalls: Es entsteht ein Manifest für ein demokratisches Theater des Realen, eine Annäherung an das Tragische in Form eines allegorischen Kriminalspiels.

Milo Rau eröffnet mit dieser Inszenierung die Reihe »Histoire(s) du théâtre«, eine spielerische Langzeituntersuchung der ältesten Kunstform der Menschheit. Dabei kommen Rau und sein Team auf die grundlegenden Probleme ihrer künstlerischen Arbeit der letzten 15 Jahre zurück: die Frage nach der Darstellbarkeit von Gewalt und traumatischen Ereignissen auf der Bühne. Eine Suche nach dem Kern der conditio humana und ein Gesang auf die Kraft des Theaters.

»Die Wiederholung« ist eine Produktion des International Institute of Political Murder (IIPM), Création Studio Théâtre National Wallonie-Bruxelles. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds Berlin, Pro Helvetia und Ernst-Göhner-Stiftung. In Koproduktion mit Kunstenfestivaldesarts, NTGent, Schaubühne Berlin, Théâtre Vidy-Lausanne, Théâtre Nanterre-Amandiers, Tandem Scène Nationale Arras Douai, Théâtre de Liège, Münchner Kammerspiele, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt a. M., Theater Chur, Gessnerallee Zürich, Romaeuropa Festival.

Mitwirkende

Milo Rau(Regie)
Sara De Bosschere(Schauspieler/in)
Sébastien Foucault(Schauspieler/in)
Johan Leysen(Schauspieler/in)
Tom Adjibi(Schauspieler/in)
Fabian Leenders(Schauspieler/in)
Suzy Cocco(Schauspieler/in)
Anton Lukas(Bühnenbild)
Eva-Maria Bertschy(Dramaturgie)
Stefan Bläske(Dramaturgie)
Carmen Hornbostel(Dramaturgie)
Jurgen Kolb(Lichtdesign)
Jens Baudisch(Sounddesign)
Maxime Jennes(Videodesign)
Dimitri Petrovic(Videodesign)
Moritz von Dungern(Bühnentechnik)
Mascha Euchner-Martinez(Produktionsleitung)
Eva-Karen Tittmann(Produktionsleitung)

Spielzeiten

Samstag, 01. September 2018 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 02. September 2018
Montag, 03. September 2018
Dienstag, 04. September 2018

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