Die hindernisreiche Liebesgeschichte von Tamino und Pamina steht im Zentrum der Handlung: Tamino wird von der Königin der Nacht beauftragt, ihre Tochter Pamina aus den Fängen Sarastros zu befreien. In dessen Reich angelangt, sagt sich Tamino von der Königin los. An der Seite von Papageno unterzieht er sich einer Reihe von Prüfungen, um in Sarastros Weisheitsorden aufgenommen zu werden. Erst dann darf er seine Geliebte heiraten. Pamina wendet sich ebenfalls von ihrer Mutter ab und wird zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Liebes und Todessehnsucht hin- und hergeworfen. Am Ende ist sie es, die Tamino bei seiner entscheidenden Prüfung vorangeht.
Die Faszination der Zauberflöte beruht nicht zuletzt darauf, dass die Musik darin ihren eigenen Mythos geschaffen hat (Dieter Borchmeyer). Durch sein Flötenspiel gelingt es Tamino, wilde Tiere zu zähmen und Feindseligkeit in Mitmenschlichkeit zu verwandeln. Die Musik nimmt auch bei der finalen Feuer- und Wasserprobe eine entscheidende Rolle ein: Begleitet vom Klang der Zauberflöte durchschreiten Pamina und Tamino finstere Schluchten und besiegen dabei ihre größte Furcht – die Angst vor dem eigenen Tod.
Eine deutsche Oper in zwei Aufzügen. Text von Emanuel Schikaneder. Uraufführung 1791, Freihaustheater auf der Wieden, Wien. In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln. Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz vor der Premiere als Video.


