Im Durcheinandertal geht es drunter und drüber: Moses Melker hat sich die Rettung der Reichen zur Lebensaufgabe gemacht. Das prunkvolle Kurhaus wird zum 'Haus der Armut' umfunktioniert, wo Millionäre im Verzicht üben und Auftragskiller Zuflucht finden.
Die kleine Elsi wird von einem der Verbrecher vergewaltigt, Schulmeister Fronten kann es bezeugen, doch Gemeindepräsident Prétander will statt seiner Tochter nur seinen Hund Mani retten, bevor die Armee anrückt und das Dorf endgültig ruiniert ist.
In seinem letzten vollendeten Roman 'Durcheinandertal' zeichnet Friedrich Dürrenmatt anhand eines dörflichen Mikrokosmos ein visionäres Bild unserer heutigen Welt, eine irrwitzige Groteske über Kapitalismus und Verbrechen, Ideologie und Moral.