Mit „Paradies“ wurde das Festival eröffnet, beide Vorstellungen waren ausverkauft. Jeweils 200 junge Zuschauerinnen und Zuschauer sahen und diskutierten das Stück um den Jugendlichen Hamid, der sich, durch falsche Freunde beeinflusst, zu radikalisieren droht.
Mit der Uraufführung des Stückes „Paradies“ von Lutz Hübner und Sarah Nemitz in der Inszenierung von Mina Salehpour wurde die Spielzeit des Jungen Schauspiels eröffnet.
Das vom Goethe-Institut unterstützte Gastspiel war der Auftakt einer mehrjährigen Zusammenarbeit des Jungen Schauspiels mit der Companhia Paidéia, die in einer internationalen Koproduktion münden soll.
Paradies — von Lutz Hübner und Sarah Nemitz — Ein heißer Gedankenritt in Clubatmosphäre. Mitten unter den Zuschauern lassen die Schauspieler zu Clubrhythmen in den Kopf von Hamid blicken: 19 Jahre alt, hat er endlich eine Aufgabe, endlich den richtigen Glauben gefunden. Eine Stunde bis zur Tat. Plötzlich ziehen Songs und mit ihnen Erinnerungen durch seine Gedanken. An seine Freundin Sonja, an schönen Sommerferien mit Familie und Kirschkompott. Aber auch seine neuen »Brüder« sitzen ihm im Nacken. Der Widerstreit zwischen Terrorakt und möglichem glücklichem Leben zerreißt ihn fast, und dann ist die Stunde um …

