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Elementarteilchen

Uraufführung/Premiere am 07. Oktober 2012
Die Halbbrüder Michel und Bruno verbindet nur das Schicksal, die einsamen Söhne einer egoistischen 68er-Mutter zu sein. Während der Molekularbiologe Michel ein autistisches Forscherdasein fristet, ist der Lehrer Bruno zur melodramatischen Existenz eines zwanghaften Onanisten verdammt.

Houellebecqs »Skandalroman« aus dem Jahr 1998 entwirft eine atheistische Leidensgeschichte, in der die befreite Sexualität Schauplatz eines erbitterten kapitalistischen Wettkampfes ist, der Glück verspricht, aber Enttäuschung produziert. Aus verwegener erzählerischer Distanz blickt er auf eine Welt von Individualisten, die scheinbar von den Leitvokabeln Freiheit, Menschenwürde und Fortschritt angetrieben wird, aber nur durch einen Science Fiction gerettet werden kann. Die Inszenierung aktiviert das Buch als Werkzeug einer Selbstbefragung auf einer Bühne mitten im Zuschauerraum. Was hält eine Gesellschaft zusammen, wenn die Religion wegfällt?

Mitwirkende

Viva Schudt(Bühnenbild)
Julien Guiffes(Videodesign)
Markus Bönzli(Lichtdesign)
Jutta Wangemann(Dramaturgie)
Marie Bonnet(Schauspieler/in)
Johanna Eiworth(Schauspieler/in)
Charlotte Müller(Schauspieler/in)
Hendrik Heutmann(Schauspieler/in)
Holger Kunkel(Schauspieler/in)
Michael Schmitter(Schauspieler/in)
Patric Catani(Komponist/in)

Spielzeiten

Sonntag, 07. Oktober 2012 (Premiere / Uraufführung)

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