Die mal schmissig-ausgelassene, mal von mitreißender Sehnsucht erfüllte Komposition von Emmerich Kálmán sowie das komische und tief anrührende Libretto von Leo Stein und Bela Jenbach loten in diesem Hauptwerk der Silbernen Operettenära aus, wie Liebespaare einander begehren, sich entfernen, einsam irren — und doch zusammenkommen? Die nicht standesgemäße Liebe zwischen dem Adeligen Edwin Ronald und der Varieté-Künstlerin Sylva bringt alles ins Wanken. Edwin ist bereits Stasi versprochen, und überhaupt scheint unsicher, was die Zukunft bereithält ...
Benjamin Künzel, der auch als Musiktheater- und Konzertdramaturg tätig ist, inszeniert »Die Csárdásfürstin«. Eine alte trifft auf eine neue Welt, Menschen, die den Aufbruch wagen, Überkommenes überwinden wollen, auf Menschen aus anderen Zeiten. Die Operette zeigt für Benjamin Künzel auf faszinierende Weise die Realität der Entstehungszeit: »Dinge treffen aufeinander, die nicht zueinander passen wollen.«
Die Ausstattung für diese wehmütig-lustvolle Geschichte übernimmt Heiko Mönnich. GMD Timo Handschuh ist der musikalische Leiter. Choreografien entwickelt Gaëtan Chailly. Als Sylvia Varescu ist Maria Rosendorfsky zu erleben. Die Figur des Edwin Ronald wird gesungen und gespielt von Markus Francke.

