Wie weit darf unsere Trauer gehen, ohne uns zu entwurzeln? Zwei Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs legte der erst 23-jährige Erich Wolfgang Korngold seinem Protagonisten die Frage in den Mund, die zum bedrückenden Lebensthema einer traumatisierten Generation geworden war. Mit der üppigen Farbenpracht des spätromantischen Orchesterapparats illustriert der spätere Hollywood-Komponist im Stile einer Traumerzählung einfühlsam den schmerzhaften Prozess eines trauernden Mannes, der die Vergangenheit loslassen muss, um für die Zukunft bereit zu sein.
Oper in drei Bildern. Libretto von Paul Schott nach dem Roman „Bruges-la-Morte“ von Georges Rodenbach. In deutscher Sprache mit Übertiteln. Ca. 2 ¾ Stunden, eine Pause. Empfohlen ab 16 Jahren.
Musikalische Leitung: Axel Kober. Inszenierung: Daniel Kramer. Bühne und Kostüme: Marg Horwell. Licht: Peter Mumford. Chorleitung: Gerhard Michalski. Dramaturgie: Anna Grundmeier.
Orchester: Düsseldorfer Symphoniker.


