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Eugen Onegin

in Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz (Hauptgebäude)
Uraufführung/Premiere am 02. Juni 2012
Olga und Tatjana leben mit ihrer Mutter Larina und der Amme Filipjewna zusammen. Tatjana liest viel und leidet mit ihren Figuren, während die unkomplizierte Olga mit dem Schriftsteller Lenski verlobt ist. Eines Tages bringt Lenski seinen Freund Eugen Onegin zu Besuch mit.

Tatjana verliebt sich augenblicklich in den Unbekannten und gesteht Onegin in einem Brief ihre Liebe. Doch beim nächsten Treffen weist er sie kühl zurück: er sei zu keiner tieferen menschlichen Bindung bereit.

Auf dem Ball, der zu Tatjanas Namenstag gefeiert wird, begegnet sie Onegin wieder, der nur Lenski zuliebe mit auf das Fest gekommen ist. Dieser macht seiner Verlobten Vorwürfe, weil sie nur mit Onegin tanzt. Später streitet er mit Onegin, als er Olga den Hof macht und fordert schließlich Genugtuung. Obwohl der Hass verflogen ist, duellieren sich die beiden am nächsten Morgen. Lenski wird von Onegin erschossen.

Nach Jahren der Reise kehrt Onegin zurück. Auf einem Ball begegnet er Tatjana, die mittlerweile den Fürsten Gremin geheiratet hat. Onegin gesteht ihr nun seine Liebe, doch sie weist ihn mit Blick auf ihre ehelichen Pflichten zurück.

»Eugen Onegin« bildet mit der gleichzeitig entstandenen »Symphonie Nr.4« einen ersten Höhepunkt in Tschaikowskys kompositorischer Laufbahn. Das Libretto schrieb Tschaikowsky weitestgehend im Alleingang nach Puschkins Versroman »Evgenij Onegin«. Dieser enthält weder große historische Bilder, noch folkloristische Szenen, noch derbe Komik, sondern schildert lediglich die Herzensnöte durchschnittlicher russischer Adliger. Mit der Wahl seines Stoffes stand Tschaikowsky also quer zur Opernpraxis seiner Zeit, hatte aber auf seiner Suche nach einem neuartigen Operntyp, die zu den in der Gattungsbezeichnung genannten »lyrischen Szenen« führte, Vorbilder: Das Libretto zu Anton Rubinschteins Oper »Demon« ist ebenfalls eine lyrische Bilder aneinanderreihende, dramaturgisch nicht stringent aufgebaute Umarbeitung einer russischen Dichtung, Bizets »Carmen« ermutigte Tschaikowsky zu einem Sujet jenseits opernhafter Fantastik und Heroik, das sich ohne die üblichen Theatereffekte im gewöhnlichsten Alltag der Figuren entfaltet.

Mitwirkende

Eckehard Stier(Musikalische Leitung)
Britta Bremer(Bühnenbild)
Margo Weiskam(Schauspieler/in)
Yvonne Reich(Schauspieler/in)
Patricia Bänsch(Schauspieler/in)
Helena Köhne(Schauspieler/in)
Jan Novotny(Schauspieler/in)
Tim Stolte(Schauspieler/in)
Tommaso Randazzo(Schauspieler/in)
Stefan Bley(Schauspieler/in)
Won Jang(Schauspieler/in)
Keon Lee(Schauspieler/in)
Andreas Wolf(Musikalische Leitung)
Fabian Posca(Choreografie)
Jaume Miranda(Dramaturgie)
Eung Kwang Lee(Schauspieler/in)
Elena Guseva(Schauspieler/in)
Hye-Won Nam(Sänger/in)
Ortrun Wenkel(Sänger/in)
Judith Braun(Schauspieler/in)
Sanja Anastasia(Schauspieler/in)
Algirdas Drevinskas(Schauspieler/in)
Jevgenij Taruntsov(Schauspieler/in)
Hiroshi Matsui(Schauspieler/in)
Jiří Sulženko(Schauspieler/in)
Stefan Röttig(Schauspieler/in)
János Ocsovai(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 02. Juni 2012 (Premiere / Uraufführung)

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