Doch so leicht lassen sich die Damen nicht aufs Glatteis führen. Am Ende wird aus dem liebhabenden Betrüger Falstaff ein betrogener Liebhaber. Doch Sir John ist kein Spielverderber und zieht aus seinem Missgeschick die klügste Lehre, die sich wohl ziehen lässt: „Tutto nel mondo è burla!“ – „Alles ist Spaß auf Erden!“
Es ist vor allem dem Librettisten Arrigo Boito zu verdanken, dass sich der fast 80-jährige Giuseppe Verdi noch einmal an einen komisch-tragischen Opernstoff wagte, um den jungen Wilden seiner Zunft ein letztes Mal die Zähne zu zeigen. Mit überwältigendem Erfolg: Mit „Falstaff“, uraufgeführt 1893 an der Mailänder Scala, krönte der Komponist seine einzigartige Karriere.
Zugleich ließ der Grandseigneur der Oper damit seine eigene Zeit versöhnlich ausklingen. Falstaffs „Tutto nel mondo“-Motto avancierte dabei zu Verdis ganz persönlichen Lebensresümee.
Text von Arrigo Boito nach „Die Lustigen Weiber von Windsor“ von William Shakespeare. In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.


