Für ihre Inszenierung haben Regisseur und Bühnenbildner Ben Baur und Kostümbildnerin Uta Meenen die deutsch-französische Dualität von Gounods Faust aufgegriffen. Sie verorten die Handlung irgendwo zwischen Deutschland und Frankreich in der Zeit des Ersten Weltkriegs: Faust und Mephisto treffen hier auf eine dörfliche Welt mit klaren Werten, traditionellen Moralvorstellungen und einer naiven Vorfreude auf Kriegsruhm. Im Zentrum von Ben Baurs Interesse stehen die kirchlichen und kriegerischen Hintergründe des Werks.
Die musikalische Leitung hat Michael Balke, der Erste ständige Gastdirigent des Theaters St.Gallen. Die Titelrolle singt Arthur Espiritu, auch er war in St.Gallen zuletzt in Il pirata zu erleben. Die Marguerite wird interpretiert von Sophia Brommer, die vor zwei Jahren als Mimí in La bohème ihr St.Galler Debut feierte. Den Méphistopélès gibt Tadas Girininkas, als Valentin agiert Shea Owens. Als Siebel, Marthe und Wagner sind die neuen Ensemblemitglieder Jennifer Panara, Taisiya Labetskaya und Samuli Taskinen zu erleben.
Musikalische Leitung: Michael Balke
Inszenierung und Bühne: Ben Baur
Kostüm: Uta Meenen
Licht: Mariella von Vequel-Westernach
Choreinstudierung: Michael Vogel
Choreografie: Robina Steyer
Dramaturgie: Marius Bolten

