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50. Jubiläum des Düsseldorfer Schauspielhauses

in Düsseldorfer Schauspielhaus
Uraufführung/Premiere am 17. Januar 2020
Das Düsseldorfer Schauspielhaus feiert sein 50-jähriges Bestehen. Mit einem Festakt, Premieren und einem umfangreichen Programm soll das Jubiläum gebührend gefeiert werden.
© Sebastian Hoppe

Die Türen und Tore öffnen sich: Von der Unterbühne bis zum Schnürboden, von den Künstler*innengarderoben bis auf die Beleuchtungsbrücke – am Tag der offenen Tür zeigt das Düsseldorfer Schauspielhaus alles, was es hat. Wir feiern 50 Jahre Theater am Gustaf-Gründgens-Platz mit Technikshow und Konzerten, Workshops zu Schauspiel und Bühnenkampf, Führungen hinter die Kulissen, Anekdoten aus den Anfängen und ganz viel Programm von heute. Ab 20 Uhr spielen Christian Friedel und seine Woods of Birnam – mit musikalischen Abstechern zu »Hamlet«, »1984«, »Sandmann« und »Lazarus«. Unter dem Motto »Düsseldorf, mon amour« erzählt Wolfgang Reinbacher aus seinem reichen Theaterleben, und im Unterhaus schlagen die Nebenfiguren zurück in einer Spezialausgabe der beliebten Spin-off-Reihe. Tanzen Sie bei der anschließenden Party bis in die frühen Morgenstunden auf der Großen Bühne des Schauspielhauses.

Podiumsdiskussionen, Vorträge und Talks: Intendant*innen werfen einen Blick in die Geschichte des Düsseldorfer Schauspielhauses. Anna Badora, Günther Beelitz, Joachim Klement, Joachim Lux und Wilfried Schulz sprechen darüber, was es heißt, in Düsseldorf Theater zu machen, und was sie mit ihrer Arbeit an diesem Haus verbinden.

Der Philosoph Peter Sloterdijk ist anlässlich des Jubiläums zu Gast und widmet sich im Gespräch mit dem Architekten Christoph Ingenhoven dem »Theater als öffentlichem Raum der Stadtgesellschaft«. Städte sind zentral für Peter Sloterdijk: In ihnen konstituiert sich Gesellschaft, sie sind das, was er die »Meta-Kollekte« nennt. Doch die Kollekte funktioniert in Zeiten sozialer Medien anders. Und auch die Rolle von Institutionen wie Stadttheatern ändert sich. Gibt es ihn überhaupt noch, den viel beschworenen »öffentlichen Raum«, in dem die Interessen der Gesellschaft öffentlich verhandelt werden?

Kann ein Stadttheater wie das Düsseldorfer Schauspielhaus ein solcher Ort sein? Und wie kann die Architektur dabei helfen, dass es dazu wird? — Moderation: Alexander Gutzmer. Auf dem Podium Düsseldorf 2070 – Reden über die Zukunft der Stadt richten Vertreter*innen unterschiedlicher gesellschaftlicher Institutionen Düsseldorfs den Blick 50 Jahre nach vorn und fragen nach den Perspektiven der Stadt.

Architektur und Kultur – Ein öffentliches Forum mit Vorträgen und Gesprächen widmet sich der Architektur des Düsseldorfer Schauspielhauses und anderer Kulturbauten. Nach rund vier Jahren wird die Sanierung des architekturhistorisch wichtigen Gebäudes weitgehend abgeschlossen sein. Ein guter Anlass, um in Vorträgen die Geschichte des Architekten, die Besonderheiten der Sanierung sowie das Spannungsfeld von Modernisierung und Sanierung von Kulturbauten in den Blick zu nehmen.

Die Transformationsprozesse von Kulturbauten im 21. Jahrhundert reflektieren die beteiligten Expert*innen in einem Podiumsgespräch. Mit Beiträgen von Anne Katrin Bohle, Till Briegleb, Christoph Ingenhoven, Andrea Jürges, Claudia Schmitz und Wilfried Schulz — Moderation: Jürgen Tietz.

Die Festrede zum 50. Jubiläum hält der Autor und langjährige Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, Heribert Prantl, zum Abschluss der Festwochen. Ausgehend von der Eröffnung des Theaters mit studentischen Protesten schlägt er einen Bogen zu den Protestbewegungen der Gegenwart und nimmt unter dem Titel »Widerstand und Ungehorsam als Tugend. Von den 68ern bis Fridays for Future« deren positive Seiten in den Blick.

Das Jubiläumsbuch fünfzig – Das Düsseldorfer Schauspielhaus 1970 bis 2020 vereint rund 40 Beiträge zahlreicher Persönlichkeiten, die dem Düsseldorfer Schauspielhaus verbunden sind – Erinnerungen und Eindrücke von Regisseur*innen, Künstler*innen und Schauspieler*innen, Intendant*innen oder Kulturpolitiker*innen. Die Buchpremiere findet im Foyer des Schauspielhauses statt.

Zum Jubiläum zieht die Café-Eden-Crew mit ihrem Programm an den Gustaf-Gründgens-Platz und erprobt das neue Foyer als öffentlichen Raum für alle Düsseldorfer*innen. Das Foyer ist geöffnet. Ali Aykar, Ensemblemitglied des Jungen Schauspiels, lädt alle Interessierten ein, in einem Schauspielworkshop den Spaß an Sprache, verschiedenen Ausdrucksformen und Schauspielmethoden zu entdecken.

Um 19 Uhr beginnt dann das Bürger-Dinner-Spezial unter dem Motto »Wem gehört die Stadt?« mit angeregten Debatten und drei Gängen. Mit dabei sind Oberbürgermeister Thomas Geisel, die Leiterin der Bahnhofsmission Barbara Kempnich, Investor Uwe Schmitz sowie der Stadtsoziologe Reinhold Knopp. Widerständige künstlerische Positionen im Film zeigt die lange Filmnacht mit Christoph Schlingensiefs Deutschland-Trilogie im Unterhaus.

Zum Jubiläum beschäftigen sich Minna Wündrich und der Fotograf Christoph Westermeier mit dem Schauspielhaus und den Schnittstellen zwischen darstellender und bildender Kunst. Die Student*innen des Mozarteums setzen sich mit 50 Jahren Zeitgeschichte auseinander. Tobias Vethake präsentiert Folktronica at its finest.

Das D’haus gehört allen Düsseldorfer*innen. Deshalb laden wir zu 50 ausgewählten Vorstellungen alle Neugierigen ein, das Schauspielhaus (neu oder wieder) zu entdecken. Wir möchten das Haus immer weiter öffnen und heißen Sie alle herzlich willkommen in unserer Jubiläumsspielzeit! Für ausgewählte Veranstaltungen halten wir bis zu 50 Karten zum Sonderpreis bereit. Bitte achten Sie auf die Veröffentlichungen im gedruckten Monatsplan und auf www.dhaus.de.

Die Jubiläumspremieren umfassen unter anderem „Leben des Galilei“ von Bertolt Brecht, einen Liederabend von André Kaczmarczyk und die Uraufführung „Blick zurück nach vorn – Familienchroniken gegen das Vergessen“.

Mitwirkende

Burghart Klaußner(Schauspieler/in)
Tabea Bettin(Schauspieler/in)
Rosa Enskat(Schauspieler/in)
Glenn Goltz(Schauspieler/in)
Jonas Friedrich Leonhardi(Schauspieler/in)
Lea Ruckpaul(Schauspieler/in)
Thiemo Schwarz(Schauspieler/in)
Cennet Rüya Voß(Schauspieler/in)
Thomas Wittmann(Schauspieler/in)
André Kaczmarczyk(Komponist/in)
Claudia Hübbecker(Sänger/in)
Marianne Hoika(Sänger/in)
Lou Strenger(Sänger/in)
Sebastian Tessenow(Sänger/in)
Rainer Philippi(Sänger/in)
Hanna Werth(Sänger/in)
Miriam Frank(Sänger/in)
Moritz Döbler(Sonstiges)
Justus Haucap(Sonstiges)
Thorsten Nolting(Sonstiges)
Till Briegleb(Sonstiges)
Andrea Jürges(Sonstiges)
Claudia Schmitz(Sonstiges)
Wilfried Schulz(Sonstiges)
Cornelia Zuschke(Sonstiges)
Heribert Prantl(Autor/in)
Juliane Hendes(Dramaturgie)

Spielzeiten

Donnerstag, 16. Januar 2020 (Premiere / Uraufführung)
Freitag, 17. Januar 2020 (Premiere / Uraufführung)

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