Der wohlhabende und eigentlich verlobte Albrecht wirbt inkognito um die Winzertochter Giselle und weckt bei ihr Hoffnungen auf die große Liebe. Giselles Mutter wird von bösen Vorahnungen geplagt, die sich erfüllen, als der in Giselle verliebte Hilarion Albrechts Identität aufdeckt. Giselle stirbt und wird zur elfenhaften Wili, die nachts junge Männer zum erschöpfenden Tanz verführt.
Seit seiner Uraufführung 1841 in Paris zählt Adolphe Adams Ballett zu den beliebtesten Meisterwerken des Repertoires. Sein Libretto wurde von Théophile Gautier u. a. nach einer Textvorlage von Heinrich Heine entwickelt und stellt beherzt die opferfixierten Frauenrollen seiner Zeit in Frage.
Schon 1884 fand Marius Petipa für diesen Stoff eine moderne Erzählweise und erneuerte so die Aufführungspraxis des klassischen Tanzes. Zuletzt interpretierten Choreografen wie Mats Ek und Stephan Thoss Giselle als modernes Tanztheater. Nun stellt Annett Göhre ihre eigene Lesart dieses faszinierenden Balletts mit großer Orchesterbesetzung vor.
Choreografie Annett Göhre Musikalische Leitung GMD Leo Siberski Bühne/Kostüme Annett Hunger Dramaturgie Ulrike Cordula Berger, Hanna Kneißler