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Otello

Uraufführung/Premiere am 16. Februar 2019
In Giuseppe Verdis »Otello« erliegt einer der bekanntesten Feldherren der Literaturgeschichte den gewissenlosen Intrigen seines Gegenspielers. Das Werk ist der Ausdruck Verdis lebenslanger Beschäftigung mit der Dramatik William Shakespeares und gilt als eines seiner besten Opernwerke.

Die Geschichte um den »Mohren von Venedig« – erfolgreicher Feldherr, jedoch wegen seiner fremdländischen Herkunft kritisch beäugt –, dessen Ehe mit Desdemona an gesellschaftlichen Machtverhältnissen und persönlichen Vorbehalten zerbricht, zeigt den Altmeister Verdi auf der Höhe seiner Kunst. 13 Jahre nach »Aida« konzentriert er – jenseits von Hafenszene und Staatsakt – das Geschehen hier noch stärker auf die drei Hauptfiguren Otello, Desdemona und Iago, der mit bösartiger Rachlust die Saat des Misstrauens zwischen den Liebenden sät. Musikalisch äußerst raffiniert und psychologisch genau spürt Verdi der fatalen Mischung aus Eifersucht und Minderwertigkeitsgefühl nach, die Otello zu Fall bringt. Ohne diesen Nährboden, durch den sich das ätzende Gift der Iago’schen Intrige hindurchfrisst, nähme das Drama nicht seinen tragischen Lauf. Iago hat nicht nur den eifersüchtigen Liebhaber überzeugt – Verdi hätte diesen Inbegriff eines Bösewichts fast zur Titelfigur seiner Oper gemacht.

Regisseurin Olivia Fuchs ist an Opernhäusern in ganz Europa und den USA ein gefragter Gast und dem Publikum bereits durch drei Inszenierungen bekannt. Nach »Der Rosenkavalier«, »Madame Butterfly« und Gounods »Faust« kehrt sie nun für »Otello« zurück. Die dramatischen Ereignisse rund um den Feldherren Otello siedelt sie am Shakespear’schen Originalschauplatz Zypern an – allerdings einige Jahrhunderte später. Ort des Geschehens, der von Bühnen- und Kostümbildner Yannis Thavoris gestaltet wird, ist das Ledra Palace Hotel in Nikosia, der Hauptstadt Zyperns. Direkt auf der heutigen Demarkationslinie zwischen dem türkischen und dem griechischen Teil Zyperns errichtet, galt das Ledra Palace als luxuriösestes Hotel der Insel bis es 1974 zur Zielscheibe eines militärischen Angriffs wurde. Indem sie die Tragödie in der Zeit des Zypernkonfliktes ansiedelt, übersetzt Olivia Fuchs Verdis vorletztes Werk, mit dem er erstmals ein durchkomponiertes, intensives und packendes Operndrama um die drei Hauptfiguren schrieb, ins Heute. Kimbo Ishii übernimmt letztmals als GMD die musikalische Leitung dieser Neuproduktion.

Dramma lirico von Giuseppe Verdi
Libretto von Arrigo Boito nach Shakespeare
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Mitwirkende

Matteo Beltrami(Musikalische Leitung)
Piero Vinciguerra(Bühnenbild)
Gabriele Rupprecht(Kostümbild)
Jens Bingert(Choreografie)
Christian Schröder(Dramaturgie)
Gaston Rivero(Schauspieler/in)
Nikoloz Lagvilava(Schauspieler/in)
Gabrielle Mouhlen(Schauspieler/in)
Carlos Cardoso(Schauspieler/in)
Dmitry Ivanchey(Schauspieler/in)
Tijl Faveyts(Schauspieler/in)
Baurzhan Anderzhanov(Schauspieler/in)
Bettina Ranch(Schauspieler/in)
Karel Martin Ludvik(Schauspieler/in)
Kimbo Ishii(Musikalische Leitung)
Pawel Poplawski(Musikalische Leitung)
Yannis Thavoris(Bühnenbild)
Thomas Ziesch(Choreografie)
Hannes Föst(Dramaturgie)
Aldo Di Toro(Schauspieler/in)
Gocha Abuladze(Schauspieler/in)
Jonathan Winell(Schauspieler/in)
Benjamin Lee(Schauspieler/in)
Johannes Stermann(Schauspieler/in)
Paul Sketris(Schauspieler/in)
Thomas Matz(Schauspieler/in)
Raffaela Lintl(Schauspieler/in)
Isabel Stüber Malagamba(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 16. Februar 2019 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 24. Februar 2019
Freitag, 08. März 2019
Samstag, 23. März 2019
Sonntag, 07. April 2019
Freitag, 26. April 2019
Sonntag, 19. Mai 2019
Samstag, 01. Juni 2019

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